„Wenn ich einen Garten zugänglich mache, muss ich mit Kritik rechnen.“

Thomas Gainsborough: Robert und Frances Andrews, um 1750

GRÜNES BLUT trifft den Gartenblogger Detlev Brinkschulte an einem eisigen Samstag Anfang März in Ottensen. Gemeinsam besuchen wir die Thomas Gainsborough Ausstellung „Die moderne Landschaft“ in der Hamburger Kunsthalle.


 

Vor einiger Zeit gewann ich Detlev als Follower für meinen Blog. Mit Blick auf seine Seite war sofort klar, dass Detlev mit „Theorie der Gartenkunst“ aus der Menge der deutschen Blogs hervorsticht. Sein Konzept, historische Zitate der Gartenliteratur in einen zeitgenössischen Kontext zu stellen, überzeugt nicht nur mich, sondern auch eine internationale Leserschaft, die Garten im Kontext von Zeitgeschehen und Politik beleuchtet sehen will. Mit viel Übersicht über Gartentheorie, Kulturlandschaft, Kunst und Fotografie, knüpft der ehemalige Fotoredakteur thematische Neuverbindungen und legt furchtlos den Finger in grüne Wunden. In den Foren der sozialen Medien gefürchtet, kann man Detlev womöglich als den Spitzbuben der deutschen Gartenszene bezeichnen, der ohne Scheu aufgeblähte Trends ins Kreuzverhör nimmt.
Bei der Recherche wird schnell klar, dass der in den Foren und Gruppen so tollkühne Blogger mit seinem wahren Leben äußerst bedacht umgeht. Kein Foto im Netz, das sich ihm eindeutig zuweisen lässt. Angaben zu seiner Person gehen über den Familienstand und die Auskunft, dass sein Vater als Gärtner tätig war, nicht hinaus und unser Treffen verlief äußerst warmherzig.

GB: Dein Vater war Gärtner und du hast es nach eigener Aussage gehasst, im Garten mitzuhelfen. Heute sind Gärten das Thema deines Blogs „Theorie der Gartenkunst”. Was hat dich so abgeschreckt?

DB: Ich war, als ich jung war, eher ein Stubenhocker. Na ja, als Blogger sitzt man ja auch meist am Schreibtisch. Mein Vater hat bei der Stadt Münster als Gärtner gearbeitet und da bekam man als Kind schon früh viel zu viel gärtnerische Realität mit. Als Kind darfst du die coolen Sachen im Garten eh nicht machen und zwei westfälische Sturköppe in einem Garten, das funktioniert nicht. Meine grundlegende Abneigung gegen Gartenschauen kommt noch von einem Ausflug nach Bonn, Bundesgartenschau 1979. Es war Sommer, viel Hitze, kein Schatten und mein Vater nahm die Bepflanzung auseinander, schätzte die Lebenserwartung der gerade gepflanzten Bäume ab und schleifte mich über das ganze Gelände. Dabei hatte ich ihm doch gerade seinen alten Fotoapparat abgeschwatzt. Erst viel später kam dann die Entdeckung, dass bei mir doch was hängen geblieben ist. Aber als Kind hat man nun echt besseres zu tun. Heute erwische ich mich allerdings dabei, dass ich, wie mein Vater, ebenfalls nörgelnd durch öffentliche Grünflächen laufe.

Fotografie, Kunst, Bücher … da tauchten Gärten immer wieder auf.

GB: Was genau meinst du mit gärtnerischer Realität, die du von deinem Vater mitbekommen hast?

DB: Ich meine die Planungen am „Grünen Tisch“ im Gartenamt und die Umsetzung vor Ort. Damals gab es noch ganz andere Möglichkeiten, die Gärtner waren selbst mit allen Geräten im eigenen Revier vor Ort. Heute ist alles zentralisiert und die Gärtner haben lange Anfahrtswege. Da kannste nicht mal schnell was machen. Wenn die Werkzeuge an diesem Tag nicht eingeplant sind, liegen die weit weg auf dem Betriebshof. Weiter denke ich an den Frust, wenn eine Anlage fertig war und das Ganze am nächsten Tag schon wieder als Müllkippe genutzt wurde. Solche Themen gab es bei uns regelmäßig zum Abendbrot. Wenn mein Vater Privatgärten gemacht hat, wurde ich am Wochenende mitgenommen, um bei einer Gärtnerei oder Baumschule Pflanzen zu besorgen. Keiner dieser Betriebe existiert mehr. Sie wurden unrentabel und/oder hatten keine Nachfolger. Jetzt stehen dort Einfamilienhäuser mit Restgrundstück oder es wächst Biomasse … und die Vorstellung, bei Wind und Wetter draußen zu sein, sei gesund, ist auch so ein Märchen. Das Profilbild meines Blogs sind übrigens mein Vater und ich auf der Insel Mainau.

GB: Welcher Garten hat dich denn dann so umgehauen, dass du letztendlich doch deine Begeisterung für Gärten entdeckt hast?

DB: Mein erster Garten, der mich gepackt hat, war wohl der Barockgarten des Rüschhauses bei Münster. Von Johann Conrad Schlaun als sein Sommerhaus auf dem Land gebaut. Annette von Droste-Hülshoff hat hier später gelebt. Die barocke Struktur des Gartens mit Buchsbaum und Eibe wurde Anfang der 80er restauriert, also nachgepflanzt. Auf den ersten Blick ein typischer Münsterländer Gräftenhof. Vorne ein Bauernhof mit Misthaufen und dann hinten, auf der Gartenseite, ein Maison de plaisance mit Parterre. Die Anlage mit dem Haus, einem Lust- und einem Gemüsegarten wird durch die Gräfte, eine westfälische Bezeichnung für einen Wassergraben, zusammengehalten. Für mich, von der Struktur und Größe her, immer noch die perfekte Anlage. Die Bepflanzung zwischen dem Buxus besteht leider nur aus ödem Rasen.

GB: Bevor du dich ausschließlich mit Gartenkunst auseinander gesetzt hast, hast du noch nen Schlenker über den Kulturbetrieb genommen …

DB: An die „frische Luft“ bin ich früher freiwillig eigentlich nur mit Kamera gegangen. Fotografie, Kunst, Bücher … da tauchten Gärten immer wieder auf. Ich hab viel im Kunstbetrieb gearbeitet. Der Weg in den Garten lief also über das Interesse an Kunst, Architektur und Urbanismus: Die Pavillons von Dan Graham, Gärten wie das „Schiff für Münster“ von Ludger Gerdes, die Skulptur Projekte in Münster 1987. Einer meiner Lieblingsgärten ist „Der Bevölkerung“ von Hans Haacke im nördlichen Lichthof des Reichstags.

GB: Worum geht es da genau?

DB: Ein „Hochbeet“, 6,80 m x 20,80 m und 30 cm hoch, mit einer Leuchtschrift „Der Bevölkerung“, die gleiche Schrift wie an der Westfassade „Dem du-weißt-schon-was“ von Peter Behrens. Die Abgeordneten wurden aufgefordert, aus ihrem Wahlkreis Erde mitzubringen. Gilt übrigens weiterhin für alle neuen Abgeordneten. Das zielt auf die Ruderalvegetation ab, d h. es wächst, was bereits an Samen in der mitgebrachten Erde ist oder angeflogen kommt. Geplant war, dass nicht „gärtnerisch“ eingegriffen wird, aber einige Gehölze wurden schon zu groß. Es gab eine heftige Debatte im Bundestag. Nennt man es jetzt Volk oder Bevölkerung, Erde = (Blut und) Boden, etc. Das Ganze ist auf der Website http://derbevoelkerung.de inklusive Webcam dokumentiert. Etwas Erde, ein paar Pflanzen und Politiker debattieren endlich mal. Passiert ja bei den Themen Kunst und Garten sonst eher nicht. Haacke würde sicher den Begriff „Garten“ ablehnen, aber die Rezeption solcher Arbeiten im Diskurs über Gärten würde das Ganze mal etwas aufmischen.

Pflanzen im Beet sind auch immer die Geschichte ihrer „Entdeckung“

GB: Was fasziniert dich rein theoretisch am Thema Garten?

DB: Was Foucault sagt: „Le jardin, c’est la plus petite parcelle du monde et puis c’est la totalité du monde.“ Das Zitat stammt aus einem Vortrag, „Des espace autres“. Es geht um Heterotopien. Foucault spricht über persische Teppiche, die Gärten zeigen.
Gärten sind immer ein Spiegel der Zeit, in der Sie entstehen. Gärten werden meist nur eskapistisch gesehen: „Mein Paradies“, aber dieses Paradies funktioniert nur durch Ausgrenzung, wie der persische Ursprung des Wortes (Paradeisos, „umgrenzter Bereich“) schon sagt. Da steht man dann in seinem kleinen, paradiesischen Bauerngärtchen und hat nur alte regionale Pflanzen im Beet, die kommen jedoch ursprünglich alle aus Asien oder Amerika. Selbst der Giersch wurde wahrscheinlich von den Römern eingeschleppt und als Gemüse durch die Klostergärten im Mittelalter verbreitet. Was die ganze Diskussion über „regional“ und „einheimische Arten“ betrifft, bin ich eh immer sehr vorsichtig, da wird es gartenhistorisch schnell sehr braun …

GB: Also beeindruckt dich die Kulturgeschichte, die hinter der Pflanze bzw. den jeweiligen Gartentypen steht?

DB: Ja, denn die Pflanzen im Beet sind auch immer die Geschichte ihrer „Entdeckung“, also häufig des Imperialismus und Kolonialismus und politischer Bedeutungen. Der Barockgarten z. B. ist ein Ort für die Repräsentation des absoluten Monarchen. Ludwig XIV. hat selbst einen Führer für den Garten in Versailles verfasst: Der Spaziergang im Gartens war protokollarisch genau geregelt. Gärten existieren nicht ohne ein Außen bzw. ohne den Kontext, egal wie hoch die Mauern oder Hecken sind. Die Kornblume als Symbol in Preußen, preußisch blau, und die Frage, ob ich das neben einer rosa x alba ‚Königin von Dänemark‘ aussähen kann, oder wenn man sich die Änderung von Pflanzennamen ansieht, je nach weltpolitischer Lage. Ist manchmal sehr interessant zu sehen, was da im Beet nebeneinander wächst, jenseits eines rein ästhetischen Pflanzplanes.

GB: Du kommst beruflich von der Fotografie und hast zuvor eng mit dem Kulturbetrieb zusammengearbeitet. Warum schaut der durchschnittlichen Kulturinteressierten sich lieber die gemalte Landschaft eines Thomas Gainsborough an und ist für die Reize eines Landschaftsgartens weniger empfänglich?

DB: Landschaften von Gainsborough oder anderen Künstlern gehen immer. Schau dir die Montagen von Caspar David Friedrich an. „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ hängt hier in der Sammlung. Das ist wie mit der grassierenden „Landlust“. Alle wollen Naturverbundenheit, aber den Gestank von Tieren und Trecker um 6 Uhr früh will keiner. Da fehlt quasi ein Haha, als das das Museum hier helfend einspringt. Sehen gerne, aber bitte nicht zu real. Die Rezeption beschränkt sich auf die reine Ästhetik.

Wir stehen gerade vor Mr. and Mrs. Andrews

DB: Bevor die Andrews in die Transportkiste nach Hamburg gestiegen sind, hat die National Portrait Gallery in London zum Thema #PaintedLovers ein Video gepostet, kurz vor dem Welt-Schnittblumen-Tag. Der relaxte Mr. A. & sein Hund und Mrs. A. auf der Gartenbank dazugesetzt. Im Hintergrund ist die Hochzeitskirche der beiden zu sehen und der Grundbesitz, die Landschaft, war wahrscheinlich einer der Hauptgründe für die Hochzeit. Die Besitzungen der beiden Familien grenzten aneinander. Der Kurator spricht von der Landschaft als another lover. John Berger hat in „Ways of Seeing“ darauf hingewiesen: Mr and Mrs Andrews, das ist keine Idylle à la Rousseau, back to nature und so, das sind landowner, die sich und ihren Besitz präsentieren. Die Andrews hatten einfach das Geld und die Freizeit, um die Bestseller, vielleicht einen Rousseau, zu kaufen und zu lesen. Das Getreide auf dem Bild ist in exakten Reihen gesät. Hier wurde ein seed drill benutzt, die Saat wurde nicht mehr geworfen. Die Industrialisierung der Landwirtschaft beginnt und die Garben sind wie für einen Erntedank-Gottesdienst arrangiert. Das Personal hat allerdings außerhalb des Bilderrahmens zu bleiben. Im Bild „The Harvest Wagon / Der Erntewagen“ tauchen sie auf. Sehr rustikal, pittoresk. Was hier noch eine Szene in der Landschaft ist, wird bald die Landflucht in die Städte und Fabriken, die „arbeitenden Klasse in England“. (Pause, Detlev überlegt …)
Wir nehmen das ganze heute ja eher als english landscape (garden) war. Die Landschaftsgärten sind allerdings nicht „natürlicher“ und die Besitzer nicht „aufgeklärter“ als die Barockgärten des Ancien Régime. Die Gärten der Aufklärung wurden häufig durch knallharten Kapitalismus, Kolonialismus und die Landwirtschaft in der umgebenden Landschaft finanziert, denn der Aufwand, eine Landschaft umzugestalten, war sehr immens. Man muss sich hier im Hamburg nur mal ansehen, wer sich entlang der Elbchaussee einen Landschaftsgarten angelegt hat und woher da das Geld kam. Aber danach fragt man in Hamburg nicht. Hauptsache, die Kasse stimmt.
Das Interessante ist gerade die Wahrnehmung der Bilder, Landschaften, in solchen Ausstellungen. Man hat versucht, die Bilder in der Ausstellung zu kontextualisien. In den Köpfen ist jedoch eher „Natur“ als „Landwirtschaft“. Der ganze soziale und kulturelle Hintergrund wird vom Durchschnittsbesucher ausgeblendet.
Jenseits von Leihschein-Ausstellungen wie dieser: Der erste Direktor der Kunsthalle, Alfred Lichtwark, hat viel gesammelt und Künstler nach Hamburg eingeladen, um hier zu arbeiten, u. a. Max Liebermann, an dessen Gartenplanung in Wannsee er beteiligt war. Think local: Wie wäre es mal mit einem Projekt historische und zeitgenössische Darstellungen von Stadt- und Kulturlandschaften, wie die Vier- und Marschlande oder auch das Alte Land, und Gärten aus den Depots der Hamburger Museen zu holen (zeitgenössisch wird wahrscheinlich nicht viel dabei sein …). Schauen, was war, was noch existiert und das Ganze mit der heutigen Stadtplanung, der Verdichtung und dem Grünflächenfrass zu verlinken?

Raus aus den Landschaftsgärten, die die Natur nur nachstellen und konditionierte Gefühle hervorrufen sollen!

GB: Wie denkst du, nimmt das breite Publikum Landschaftsgärten wahr?

DB: Was die Landschaftsgärten betrifft: Das ist, glaube ich, eine Sache, die mit der Erwartungshaltung an Gärten und Parkanlage zu tun hat. Gartenreisen zu englischen Landschaftsgärten werden immer gebucht, obwohl da die Blümchen fehlen. Man muss da ja mal gewesen sein. Das sagt für mich mehr über Tourismus aus als über das Interesse an den Gärten selbst. Ist ja meist noch ein Cottage Garden von Gertrude Jekyll oder der White Garden in Sissinghurst und die Long Border in Dixter auf dem Programm.
Schau dir mal die Touristen im Branitz an: der Pleasureground am Schloss mit den Beeten und Einfassungen, aber die Aufmerksamkeit nimmt im Parkbereich zunehmend ab. Gehölze und Gras. Durchgangsbereich auf dem Weg zu den Grabpyramiden. Wiesen und Rasen werden heute nur noch als Grillplatz oder Auslauf für Hunde wahrgenommen. Das Gleiche im Park von Sanssouci: Da läuft man durch den Park und endlich mal wieder etwas Architektur, Charlottenhof. Unter der Pergola – Italiensehnsucht! – durch und schnell in den Rosengarten.
Unter uns: Die meisten english landscape gardens finde ich stinklangweilig. Diese monströsen country houses, die wie gerade gelandete Ufos auf der Wiese stehen, mit ein paar Baumgrüppchen à la Lancelot „Capability“ Brown dekoriert; dann eher William Kent. Pückler finde ich gut, der war ein richtiger Freak.
Lass uns mal aus dem Bunker rausgehen. Oben in der Sammlung ist noch ein Hamburger Garten, den ich mag. Der lag damals, als er gemalt wurde, „vor den Toren der Stadt“ in Eimsbüttel. Du hast doch auch Kinder im Garten …

GB: Habe ich. Die helfen übrigens noch gerne mit. Wofür steht das Bild von Philipp Otto Runge für dich?

DB: Das Bild bedeutet für mich: raus aus dem Garten! Für den Blog hab ich ein Paar Sachen zum Thema Kindheit und Garten im Zettelkasten hängen. Da stolpert man über die „Hülsenbeckschen Kinder“. Romantik ist überhaupt nicht mein „Ismus“, öder finde ich nur den Impressionismus à la Monet. Eines der besten Gartenbücher der letzten Jahre ist „Im Garten der Romantik“ von Hans von Trotha. Es geht nicht um „romantische“ Gärtchen. Trotha beschreibt den Auszug der Romantiker in die Natur. Raus aus den Landschaftsgärten, die die Natur nur nachstellen und konditionierte Gefühle hervorrufen sollen! Er erwähnt das Bild von Runge nicht, aber die „Hülsenbeckschen Kinder“ bringen es für mich einfach auf den Punkt. In der Literatur ist man sich allerdings nicht ganz einig, ob die Kinder jetzt noch im Garten sind oder schon außerhalb. Aber das sind Kinder: die sind schnell auf der anderen Seite des Gartenzauns … Natürlich ist das Bild ein Horrorszenario für die Helikoptereltern des 21. Jahrhunderts: Die Kinder verlassen den geschützten Bereich des Gartens, den man sich vor der Stadt, auf dem Land, als Rückzugsort geschaffen hat. Und der Kleine im Bollerwagen reißt auch noch Blumen ab, könnten ja giftig sein …

GB: Mein Gartentor klemmt praktischerweise, so kann ich mich in einer gewissen Lässigkeit wähnen und jeglichen Helikopterwahn von mir weisen. Aber zurück. Grundlegend bist du aber vom Garten als Idyll, quasi als Gradmesser einer gewissen Ignoranz des Besitzers, bedient, wenn ich dich richtig verstehe?!

DB: Der industriellen Landwirtschaft ist nicht zu trauen, also spielt man Selbstversorger. Die öffentlichen Grünflächen sind in einem katastrophalen Zustand, aber man hat ja seinen eigenen englischen Rasen und ein paar Röschen. Man baut das eigene Heim in einem Neubaugebiet, „auf der grünen Wiese“, und legt sich auf dem Restgrundstück neben den Grillplatz ein Biotop an. Das ist alles sehr spießig und naiv. Mal seine Ruhe haben zu wollen, kann ich ja verstehen. Wir „gärtnern“ hier vor der Haustür und ich leg mich ständig mit Hundebesitzern an, die das Ganze als Hundeklo ansehen, oder ich ärgere mich über Eltern, die auf ihr Smartphone starren, während die Blagen durch die Pflanzen trampeln. Die Sehnsucht nach einem hortus conclusus kann ich grundsätzlich gut verstehen, aber mir fehlt die Rückkopplung, der Blick über den Gartenzaun.

Manchmal sammle ich etwas zu bestimmten Themen. Wenn sich Hermann Muthesius über Drahtzäune und Vorgärten ärgert, passt das für mich zur aktuellen Diskussion über Schottergärten.

GB: In deinem Blog veröffentlichst du Zitate vornehmlich aus gartentheoretischen Schriften. Wie kamst du auf dieses Format?

DB: Wenn mich ein Thema interessiert, fange ich an zu recherchieren. Wo kommt z. B. eine Pflanze her, in welchen Kontext tauchen bestimmte Gestaltungselemente erstmalig auf. Da landest du dann bei den Quellentexten. Die meisten neuen Gartenbücher fasse ich erst gar nicht an. Schnell geschrieben und produziert, weil das Thema gerade hip ist. Dann noch die zu Tode gephotoshopten Fotos und auf jeden weißen Fleck im Layout ein Vignettechen gebastelt. Mag ich nicht lesen. Die „alten“ Gartenbücher sind hingegen toll. Viele würden wegen der political correctness und der ewigen Gartenkuschelei heute kein Lektorat überleben. Wenn ich dann etwas gut finde, die Beschreibung einer Pflanze oder die Diskussion einer bestimmten Gestaltung, wandert es in den digitalen Zettelkasten oder es kommt ein Lesezeichen ins Buch. Manchmal sammle ich etwas zu bestimmten Themen. Wenn sich Hermann Muthesius über Drahtzäune und Vorgärten ärgert, passt das für mich zur aktuellen Diskussion über Schottergärten. Bei Theodor Fontane, der „eine reiche, immer wachsende Cultur!“ beschreibt, den Obstanbau in Werder an der Havel, geht es um Flüchtlinge, die Entstehung einer Gartenbaukultur und Landschaft. Er beschreibt den Beginn der Saison am 01. Juni, da wird das Zitat aus den „Wanderungen“ eben am 01. Juni gepostet. Die letzten Jahre hab ich immer was zum Beginn der Jahreszeiten gemacht. Winter war jetzt ein Gedicht von Brecht. Er sitzt im Exil, auf der Flucht vor den Nazis, in seinem Haus in Dänemark und blickt in den Garten. Ein paar Tage später verlässt Dänemark die UN-Flüchtlingsorganisation. Häufig bringen die Texte, die Zitate das Thema so auf den Punkt, dass sie allein stehen können und aktuelle Themen kommentieren. Das hoffe ich zumindest.

GB: Welche Möglichkeiten zur Recherche nutzt du? Was sind deine Schlüsselquellen?

DB: Es gibt schon so ein Paar Lieblingsbücher. Die „Theorie der Gartenkunst“ von Christian Cay Lorenz Hirschfeld. Hirschfeld beschreibt viele Landschaftsgärten, obwohl der nie da war. Er war ein strikter Befürworten des Landschaftsgartens. Da tobt der ideologische Kampf gegen den Barockgarten. Den Titel hab ich mir für den Blog ausgeliehen.
Wenn es um Gehölze geht, schaue ich immer erst bei Hans Carl von Carlowitz nach. In seinem Buch „Sylvicultura oeconomica, oder haußwirthliche Nachricht und Naturmäßige Anweisung zur wilden Baum-Zucht …“ kommt der heute inflationär benutzte Begriff „Nachhaltigkeit“ zum ersten Mal vor. Es geht um Nachschub an Holz für den Bergbau. Ist doch mal nachhaltig, altes Papier zu recyceln statt Wälder für neue Bücher abzuholzen.
Gerade die amerikanischen Bibliotheken haben viele alte Bücher und Zeitschriften digitalisiert, nicht nur englischsprachige. Die Biodiversity Heritage Library ist eine tolle Fundgrube, wenn man etwas zu Pflanzen sucht. Eine gute Übersicht über digitalisierte Gartenliteratur steht auf der Website der Deutschen Gartenbaubibliothek e.V. Aber die besten Sachen findest du meist nicht in Gartenbüchern. Bei Formulierungen wie „eingefriedigte Parzellen, nicht größer als ein Stück Gartenland“ bleibe ich dann hängen. Fontane beschreibt die Knicklandschaft in Schleswig-Holstein: Das ist aus seinem ersten Buch „Der schleswig-holsteinische Krieg im Jahre 1864“.

Wenn du likes willst, musste nur ein möglichst nichtssagendes, durch den Photoshop genudeltes Bild von eine ROSE nehmen und die Tautologie von Gertrude Stein drauf oder drunter schreiben, am besten in Schreibschrift oder was mir Schnörkeln.

GB: Du kennst dich in der internationalen Gartenblogger Szene gut aus, hast selbst vornehmlich englische und niederländische Blogs in dein Herz geschlossen. Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann wurde in Deutschland das Medium über die bloße Übermittlung von Pflanzenpflege hinaus noch nicht großartig genutzt. Welche Inhalte vermisst du?

DB: Auskennen würde ich es jetzt nicht nennen. Dafür bin ich viel zu selektiv. In der ersten Zeit, in der ich begonnen habe, mich mit Gärten zu beschäftigen, habe ich viel online gelesen und bin meist bei den englischen und amerikanischen Blogs hängengeblieben. Auf deutschsprachigen Blogs findet man meist nur „Blümchen“ und böse „Schneckchen“, die das „Salatblättchen“ auffressen. Nicht mehr als durchdekorierter Lifestyle mit etwas veganem Futterneid. Wie die ganzen Dekofachzeitschriften mit Pflänzchen der Saison, die hier als Gartenzeitschriften im Umlauf sind. Es hat bitte „nett“, „hübsch“, „wunderschön“, „entzückend“, etc. zu sein. Bei den Worten steig ich meist schon aus. Die einzig zulässige Kritik ist, dass man vielleicht rosa Röschen lieber mag, aber das gelbe kriegt auch ein Like. Über Gartengestaltung wird besser nicht gesprochen und wenn, dann ist es Deko. Wer „Blümchen“ aus dem Baumarkt rettet, ist ein Held. Dass man damit ein System unterstützt das nur mit hohem Einsatz von Chemie und Ausbeutung der Arbeitskräfte möglich ist und kleinere Gärtnereien kaputt macht, wird verdrängt. Wenn das überzüchtete „Blümchen“ eingeht, weil es darauf gepusht ist, im Baumarkt gut auszusehen, wird ein Tränchen vergossen. Ist ja „Natur“.

GB: Und im institutionellen Bereich?

Institutionen nutzen Social Media meist nur als erweiterte Newsletter-Funktion. Gebloggt wird kaum. Vielleicht darf mal ein Praktikant oder eine Volontärin was schreiben. Man bleibt im verbeamteten Elfenbeinturm, hütet sein Wissen und sieht eine mit öffentlichen Geldern finanzierte Sammlung, oder eine historische Gartenanlage, als Privateigentum an. Sieh dir im Netz mal die ganze Diskussion über #OpenGlam, #SharingHeritage zum Kulturerbejahr und jetzt die #MünchnerNote an.
Deutschsprachige Blogs mit Fokus auf historische Gärten fehlen ganz. Gerade in Bezug auf Denkmalpflege und die heutige Nutzung der Anlagen wäre eine Diskussion meiner Meinung nach mal notwendig. Manchmal hab ich den Eindruck, historische und/oder öffentliche Gartenanlagen und Parks werden nur noch als location für Events angesehen, um die Besucherstatistik zu tunen. Bei gleichzeitig sinkendem Budget für die Pflege.
Kritik fehlt. Wenn ich einen Garten zugänglich mache, muss ich mit Kritik rechnen. Das gilt für öffentliche, denkmalgeschützte Anlagen, ebenso wie für die Offene Gartenpforte, sei sie nun real oder digital. Es bleibt aber nur bei likes …
Einer meine Lieblingsblogs ist thinkinGardens von Anne Wareham. So ein Format fehlt im deutschsprachigen Netz.

GB: Was macht den Blog von Anne aus deiner Sicht so besonders?

DB: ThinkingGardens ist ein Forum. Anne Wareham lädt Leute aus dem Gartenbereich ein, um hier zu schreiben. Und es kommt endlich mal zu Diskussionen. Da werden auch schon mal heilige Kühe geschlachtet. Es ist doch so: Hinter vorgehaltener Hand hört man in diesem Bereich viel Kritik. Wenn man einen Garten besucht, der als „Meisterwerk“ gilt, steht man häufig sehr überrascht auf dem Grundstück und fragt sich, was das soll. Laut aussprechen oder aufschreiben tut es niemand. Geschweige denn genau das zu fotografieren. Da wird eher versucht, das Hochglanzfoto, das man gesehen hat, nachzuknipsen. Nicht nur bei den Amateuren. Gerade für die Profis ist das immer schwierig, man steckt ja im System drin und profitiert davon. Die Beliebtheitskurve, wenn man so etwas macht, steigt natürlich nicht.

GB: Wie wichtig sind die sozialen Medien wie Facebook, Instagram und Twitter aus deiner Sicht, um als Gartenblogger, aber auch als Gartenpersönlichkeit, Erfolg zu haben?

DB: Die sozialen Medien streuen den Blog. Aber ich bin da eher kritisch. Hier im deutschsprachigen Bereich kann man es wohl vernachlässigen. Die Social Media Kanäle sind Newsletter. Das bleibt alles in der community, bei „Freunden“. Im anglo-amerikanischen Bereich läuft da mehr: nämlich Kommunikation. Wenn du hier likes willst, musste nur ein möglichst nichtssagendes, durch den Photoshop genudeltes Bild von eine Rose nehmen und die Tautologie von Gertrude Stein drauf oder drunter schreiben, am besten in Schreibschrift oder was mir Schnörkeln. Ein Beitrag über Chemieeinsatz bei der Rosenproduktion in Kenia interessiert keinen. A rose is a rose und die gibt es für 90 Cent an der Tankstelle.
Facebook und die dortigen Pflanzen- und Gartengruppen haben meist was von einem Poesiealbum. Twitter ist als Informationskanal gut, besonders wenn man mal über den deutschsprachigen Gartenzaun blickt.

GB: Und Instagram?

DB: Auf Instagram bin ich selbst erst seit ca. 1 Jahr. Hab mich lange standhaft geweigert, mir ein mobile phone mit Knipsfunktion und Internetzugang anzuschaffen. Die Kamera packe ich nur ein, wenn ich etwas Bestimmtes vorhabe. Mit der Möglichkeit, jederzeit rumzuknipsen, ist das so ne Sache und dann hab ich angefangen auf Instagram rumzuspielen. Hier landen dann schon einmal meine Fingerzuckungen. Nicht jedes Motiv, bei dem der Finger zuckt, ist ein Foto. Auf Instagram ist es meist so kuschelig wie auf Facebook. Ich hab lange als Fotoredakteur gearbeitet und wenn ich etwas kann, dann ist es die visuellen Scheuklappen sehr eng zu fokussieren und Bilder editieren. Hilft dort ungemein.
Vor einiger Zeit war mal ein guter Artikel in der Architectural Review über „Architectural Photography in the Age of Social Media“. Die These war, dass die Architekturmedien nur noch Hochglanz zeigen und dagegen der „polemical snapshot“ auf z. B. Twitter oder Instagram zu sehen ist. Das fehlt in der Gartenfotografie. Mit Social Media hat man die Möglichkeit, das zu veröffentlichen, was die Marketing- und Anzeigenabteilungen, die heute die Inhalte bestimmen, nie durchgehen lassen würden. Schau dir die Diskussionen über #Brutalism in Netz an. Wo sind die Bilder von Gärten und Grünflächen aus den 50ern, 60ern und 70ern, die platt gemacht werden? Wo sind Bilder, die den Pflegenotstand in öffentlichen Grünanlagen zeigen? Wo sind Bilder über Arbeitsbedingungen in großen Gärtnereien oder die Selbstausbeutung, ohne die kleinere und mittelständische Betriebe nicht funktionieren würden? Es gibt Ansätze. Zum Thema Schottergärten: Sieh dir mal auf Facebook „Gärten des Grauens“ an. Bitte mehr davon!

GB: Was ist für dich als Blogger Erfolg?

DB: Das mit dem Erfolg als Blogger ist so ne Sache. Habe eh nicht die Tendenz mir Follower- und Like-Statistiken anzusehen. Zahlen interessieren mich nicht. Ich hab auch keine Lust auf kommerzielle Kooperationen und so ein Zeug. Besser ein Like oder Retweet von jemandem, von dem man weiß, dass er oder sie verstanden haben, worum es geht, als 10 Kommentare mit „Wie schön“.
Mein Freund hatte mit einem Blog über Harzer Fuhrherren angefangen und dann kam „pack dein Gartenzeug doch auch auf nen Blog“. Ich hab herum experimentiert, mach ich noch immer. „Erfolg“ kam zuerst aus den Niederlanden. Der im letzten Jahr verstorbene Gerritjan Deunk teilte plötzlich Sachen auf Facebook in der Gruppe von OnzeEigenTuin und als dann noch ein Link im Newsletter der Tuinhistorisch Genootschap Cascade war, dachte ich, so dämlich kann das ja nicht sein, was du hier gerade machst.
Was ich nicht verstehe, ist der Algorithmus, wenn es um Reaktionen auf dem Blog geht. Das ist der Misserfolg: Es gibt keine Diskussionen. Dabei baue ich doch immer Vorlagen ein …

Die Nutzung von Gehölzen in Wallhecken und wie diese die Landschaft formen oder auch Streuobstwiesen sind für mich spannender als noch ein Beet mit Rosen oder Prairie planting upps, hab ich das jetzt wirklich gesagt?

GB: Da bin ich voll bei dir. Wollte mit meinem Blog auch ursprünglich den Austausch mit anderen Garteninterssierten forcieren. Ich hattediesen Open-Content-Gedanken in mir. In der Realität findet leider null Austausch statt. Aber zurück zu dir: Was interessiert dich im Moment hinsichtlich Gärten am meisten?

DB: Im Moment das Verhältnis von Garten und Landschaft. Garten ist Kultur und nicht Natur. Wir sprechen ja von Gartenkultur oder Gartenkunst – Kunst im Sinne von arts et métiers, Handwerk, und nicht des romantischen Geniekults, wie es einige Garten-Designer gerne hätten. Die Landschaft ist Kulturlandschaft. Wir haben keine „natürliche“ Landschaft mehr. Die Nutzung von Gehölzen in Wallhecken und wie diese die Landschaft formen oder auch Streuobstwiesen sind für mich spannender als noch ein Beet mit Rosen oder Prairie planting … upps, hab ich das jetzt wirklich gesagt? Der Blick auf die Kulturlandschaft schärft auch den Blick auf die Möglichkeiten, die es für einen Garten in dieser Gegend gibt.
Ein Garten zum Thema Garten und Landschaft ist Clemenswerth, ein Jagdschloss am Rand des Hümmling im Emsland mit einzelnen Pavillons in einem Jagdstern. Einer der Pavillons ist ein Kloster inklusive Klostergarten mit Eremitage und fantastischen Hecken aus dem 18. Jahrhundert. Da bin ich schon wieder bei Schlaun gelandet …
In der Warteschleife sind darüber hinaus gerade einige Themen, für die ich mal wieder in eine Bibliothek müsste. Die Themen sind eher aus der Vor-und Nachkriegszeit und hier ist wenig digitalisiert, weil teilweise die Urheberrechte noch nicht abgelaufen sind oder es existiert kaum Literatur zum Thema. Das, was bisher online ist, kam ohne aus.

GB: Gärten, die dir gefallen? Deine Gartentipps!

Häufig sind es bestimmte Aspekte, Details eines Gartens oder Sachen, die für die meisten wahrscheinlich gar nichts mit „Garten“ zu tun haben, an denen ich hängen bleibe. Im Kopf habe ich immer ein Moodboard, wie „mein Garten“ aussehen könnte, immer mit der Einschränkung, was durch die Lage möglich ist und was bereits vorhanden ist. Der „eigene Garten“ ist ja nur ein Versuchsbeet vor dem Haus und ein paar Kübelpflanzen und dann plane ich im Kopf. Das ist ein recht wilder Mix: „Frühling“, ein Kupferstich von Pieter Bruegel d. Ä.; Topiary Lawn in Great Dixter; Birkenweg im Garten der Liebermann Villa; Crambe maritima im Garten von Derek Jarman; Gartenlauben von Margarete Schütte-Lihotzky für das Neue Frankfurt; Jane Wyman liest „Walden“ von Henry David Thoreau in „All that Heaven Allows“ von Douglas Sirk; „Bella Vista“ von Arne Jacobsen für die Herrenhäuser Gärten; Waschbetonplatten im Tuinen Mien Ruys; „Patio and Pavilion“ von Alison & Peter Smithson; Nigel Henderson und Eduardo Paolozzi für die Austellung „This is Tomorrow“; „Porten i Slugten / The Gate in the Gorge“ von Richard Serra im Park des Louisiana Museum; Kopfweiden und eine Streuobstwiese mit ‚Dülmener Herbstrosenapfel‘ und ‚Winterköttelbirne‘ – für den Grünkohl.
Der Tipp wäre eher mal, nicht auf konventionelle Gärten zu schauen. Kulturlandschaften, Brachland, Ruderalvegetation und Stinzenpflanzen. Ein Garten kann auch auf einem Bild, in einem Text oder Film zu finden sein.

GB: Lieber Detlev, vielen Dank. Das war zum einen echt lustig und zum anderen hab ich jetzt echt Lust loszulesen!

DB: Ich brauch jetzt erstmal was pflanzliches, Coffea arabica oder C. canephora und Nicotiana tabacum … 😉

 


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